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Veranstaltung
c13 Freiheit und Verantwortung
Mensch du sollst frei sein!
Vorträge. Musik. Theater. Lesung. Ausstellung.
13.-15.Oktober 2017
Perspektiven inner und äußerer Freiheit im Jubiläumsjahr der Reformation.

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In unserer freiheitlichen Gesellschaft scheint im Jahr 2017 dem Menschen nichts mehr unmöglich zu sein – wir sind frei, zu wählen, zu entscheiden, zu leben, wie wir es für richtig halten. Doch handelt der Mensch in all dem tatsächlich in innerer und äußerer Freiheit? Sind wir in der Lage, die persönliche und gesellschaftliche Wirklichkeit entsprechend zu gestalten? Denn nur wo das gepaart mit Verantwortung geschieht, entfaltet Freiheit ihre wirkliche Bedeutungkraft. Stattdessen erscheint der Mensch zunehmend orientierungslos in seinem Bedürfnis nach Freiheit – Entscheidungen treffen und für sich selbst und andere Verantwortung übernehmen hat einen Preis, der oft zu hoch erscheint. Was macht uns in all dem zu wirklich freien und freimütig handelnden Menschen? Wo ist die Freiheit in der immer näher zusammenrückenden Welt am meisten bedroht? Was hat das mit mir ganz persönlich zu tun?

Die Veranstaltungsreihe "c13 Freiheit & Verantwortung" beschäftigte sich 2017 im Kontext des Reformationsjubiläums mit dem Thema innerer und äußerer Freiheit des Menschen. Dabei wurde inhaltlich der Bogen gespannt von der ganz persönlichen Bedeutung eigener Herzens-Freiheit bis hin zu aktuellen globalen Bedrohungslagen äußerer Freiheit – und welche Chancen und Kräfte im achtsamen, verantwortlichen Umgang daraus erwachsen können.

Zu diesen Themen fanden drei Veranstaltungsabende im Haus c13 statt, die inhaltlich aufeinander aufbauend gestaltet wurden:

 

Freitag, 13.10. Reformation des Herzens

Der Titel des Abend stammt vom gleichnamigen Buch von Jürgen Mette und Christina Brudereck zum Thema innerer Herzensfreiheit. Ausgehend von den reformatorischen, revoluzionären Gedanken Martin Luthers und seiner formulierten „vier Soli“, spannte der Theologe und Autor Jürgen Mette auf ergreifend persönliche Weise den Bogen zur Bedeutung der Reformation im Hier und Jetzt. Spätestens an diesem Abend wich für das begeisterte Publikum jeder verkrustete Abstraktheit mittelalterliches Reformguts – nicht zuletzt die fein abgestimmte Mischung aus Lyrik und Vortrag, Musik (Michael vom Ende) und Wortwitz lud ein, über den Abend hinaus das Thema wirken zu lassen. Der beinahe leergefegte Büchertisch im Anschluss sprach dabei für sich...

 

Samstag, 14.10. Menschsein 2017 – Unfrei wie nie?!

Am zweiten Abend wurde der inhaltliche Bogen weitergespannt und der Blick geweitet für die erschütternd realen Fakten menschlicher Freiheitsbedrohung, welche im Jahr 2017 ein trauriges Rekordausmaß erreicht hat. Freiheit, die für uns ganz selbstverständlich ist, scheint in anderen Ländern nichts wert. Dietmar Roller berichtet eindrücklich an Fallbeispielen aus der Arbeit von IJM, über Ursachen, professionelle Ansätze zur Bekämpfung und echte Hoffnung. Welche echte Hoffnung und kraftvolle Veränderungen möglich sind, wenn sich einzelne Menschen und Gruppen einsetzen, davon erzählten die IJM-Referentin Judith Kühl und die IJM-Musikbotschafter Sarah Brendel und Moritz Brümmer im Anschluss durch Lebensgeschichten und Lieder.
Salome Augustin, die als Fotografin Arbeitssklaverei in Indien dokumentiert, war ebenfalls zu Gast und erzählte über Ihre Arbeit im Interview. Ihre Bilder waren über das gesamte Wochenende ausgestellt.

 

Sonntag, 15.10. Eine Nacht mit Luther

Wem Luther bisher aufgrund seines theologischen Wirkens bekannt war, dem begegnete er an diesem Abend auf mysteriöse, unverhofft persönliche, scheinbar ambivalente Weise: Die beiden Figuren des Alltagsdramas Horst Aschenbrenner (Rolf-Dieter Degen) und Thomas Harnke (Benjamin Stoll) könnten unsere Arbeitskollegen oder Familienmitglieder sein – sie sind in ihren Sehnsüchten, Kämpfen, Ängsten und Fragen uns förmlich aus der Seele sprechend – und das mitten in einer stürmischen Nacht in einem mysteriösen Kloster. Zwischen Albträumen und Wortgefechten, abwechselnden Blitzen und aufleuchtenden Nachttischlampen - und mit Augustinerbräu als Hemmschwelle für männliche Kommunikation entspannt sich ein unverhofft tiefpersönliches Gespräch der beiden Männer, welches den Zuhörer im Handumdrehen in seine ganz eigene Realität versetzt. Der Abend stellte Fragen und gab gleichzeitig kraftvolle Ausblicke jenseits aller Antworten zwischen Zeit und Raum.  

 

Beteiligte Künstler & Partner:

Jürgen Mette / Theologe, Autor
Michael vom Ende (Flügel) / Generalsekretär von CiW (Christen in der Wirtschaft)
Dietmar Roller / Entwicklungsexperte und Leiter IJM Deutschland
Judith Kühl / IJM-Referentin (Marketing, Öffentlichkeitsarbeit)
Salome Augustin / Fotografin
Sarah Brendel / Sängerin und Songschreiberin
Moritz Brümmer / Cellist
Benjamin Stoll / Schauspieler & Coach
Rolf-Dieter Degen / Schauspieler & Coach

Dorothee Frauenlob / Moderation
Kreuz&Kümmel / Catering

 

13. - 15. Oktober 2017

Vorträge. Musik. Theater. Lesung. Ausstellung.

Forum1, Haus c13

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